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Das ehemalige Benediktinerkloster, heute das zentrale Hotelgebäude, ist ein außerordentliches Kulturdenkmal mit einer reichen Geschichte. Es steht am südlichen Ufer der Halbinsel Milje, im malerischen und immergrünen Gebiet, das seinerzeit »GASELLO« genannt wurde. Heute nennt sich das Gebiet »OLTRA«. Zwei Reisende, Dr. Heinrich Hoppe und Friederich Hornschuh, begeisterten sich für die subtropische Vegetation in Ankaran und schrieben darüber in einem 1818 in Regensburg veröffentlichtem Buch. Vor mehr als hundert Jahren publizierte auch eine österreichische Zeitschrift einen Artikel über die Flora in Ankaran.
Als die Griechen eigene Kolonien in manchen westlichen Teilen der istrischen Küste besaßen, schickten sie – laut der Legende – die Meerjungfrauen nach Ankaran. Ihre Königin Euformo, die Zeus der Unsterblichkeit beraubte und aus diesem schönen Land verbannte, prophezeite, nachdem sie für immer in den Meereswellen verschwunden war, dass dieser Ort ein Ort der glücklichsten Ereignissen sein wird. Die Archäologen fanden in Ankaran wunderbare Reste der römischen Kultur und Zivilisation. Einige davon befinden sich heute noch im Museum in Koper.
Im 9. Jahrhundert wurde auf Anregung eines Bischofs aus Triest eine Kirche gebaut, die dem Triester Märtyrer St. Apollinaris gewidmet wurde. Zweihundert Jahre später (1072) verschenkte der damalige Triester Bischof die Kirche mit ganzem Grundeigentum dem Benediktinerkloster S. Niccolo in Venedig. Die neuen Besitzer vergrößerten den Besitz mit Geschenken und Erwerben, nicht nur in Ankaran, sondern auch in Koper und in der ganzen west-istrischer Küste bis Poreč. Sie bauten auch ein Kloster. Zu den Verdiensten der Benediktiner in Ankaran zählt die erfolgreiche Entwicklung der Rebgarten- und Olivenbaumanlagen. Mit dem Wein aus den Klosterrebgärten versorgten sie das Haus des Herzogs Visconti und die berühmte Litta - Familie. Im 16. Jh. wurden die bekannten Weine aus diesem Land auch nach Deutschland als "LACRIMAE CHRISTI" (Tränen Christi) exportiert.
In dem großen Steingeschirr, das heute in den Gärten zu sehen ist, bewahrten die Benediktiner das Olivenöl auf.
Die Notiz aus der Mitte des 16. Jahrhunderts erwähnte, dass das Kloster für den Olivenölanbau keine Steuer bezahlen musste. Die großen Pressen wurden vor Jahren entfernt.
Im Laufe der Jahrhunderte erneuerten die Benediktiner mehrmals das Kloster. Der älteste Teil des damaligen Klosters ist immer noch auf der nordwestlichen Seite zu sehen. Die Einwohner von Koper nannten die Kirche neben dem Kloster S. Niccolo D Oltra, um sie von der eigenen, die in der Nähe des Hafens stand, zu unterscheiden. Ihr Kirchturm im schönen guelfischen Stil ist im Jahr 1572 angefertigt worden. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts bekam das Kloster annähernd ein solches Äußeres, das noch vor einigen Jahren hatte.
Das moderne Gebäude erwähnten in den Schriften auch zwei Bischöfe aus Koper und Giacomo Filippo Tommasini, ein Bischof aus Novigrad. Dieser fügt noch hinzu: «Im Sommer kommen die Mönche aus Venedig hierher zum Vergnügen, weil es hier ein gesundes Klima gibt und die Mönche frei an die einsamen Ufer angeln gehen können. Im Jahr 1661 beschwerte sich der Bischof Zenon aus Koper über das unmoralische Leben der Mönche im Kloster.
Das Kloster bestand ca. 5 Jahrhunderte lang und war in der Zeit vom 14. bis zum 18 Jh. eine Schatzkammer der Kunstwerke. Als im Jahr 1774 die Benediktinerrepublik das Kloster auflöste, verschwand der größte Teil des Schatzes spurlos.
In der Zeit der Illyrischen Provinzen wurde das Kloster zum Militärkrankenhaus. Der neue Besitzer beabsichtigte den Convent für den Tourismus und hat trotz vielen Restaurierungsarbeiten die bisherige Architektur kaum wesentlich geändert. Der Brunnen Convent, wie wir ihn heute sehen können, wurde im Jahr 1835 verfertigt. Hergestellt wurde er von Bonifazio aus Piran und Dominik aus Korte bei Izola. Im Jahr 1880 lies der Besitzer an der Front drei Gewölbe bauen und in ihr Inneres eine Steintreppe erstellen. So ermöglichte er den Besuchern die Bewunderung des Brunnens auf dem Hof, die man noch heute geniessen kann.
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